Moderne Smartphones bieten einen Notfallpass bzw. Notfallinformationen, die auch bei gesperrtem Bildschirm abrufbar sind. Dort lassen sich Notfallkontakte, Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente und Blutgruppe hinterlegen. Für Rettungskräfte sind das wertvolle Hinweise – gerade, wenn die betroffene Person nicht mehr ansprechbar ist.

Kurz gefasst

  • Notfallpass (iPhone) bzw. Notfallinformationen (Android) einrichten
  • Auch bei Sperrbildschirm abrufbar – über „Notfall/SOS"
  • Inhalt: Notfallkontakte, Erkrankungen, Allergien, Medikamente, Blutgruppe
  • Nur relevante Daten hinterlegen (Datensparsamkeit)
  • Ergänzt – ersetzt aber nicht das Ansprechen und die Untersuchung

Warum sich das lohnt

Ist eine Person bewusstlos oder verwirrt, fehlen Rettungskräften oft entscheidende Informationen: Wen benachrichtigen? Gibt es Allergien oder Vorerkrankungen? Ein gepflegter Notfallpass auf dem Handy liefert diese Antworten – ohne das Gerät entsperren zu müssen.

So richtet man ihn ein

Die genaue Menüführung unterscheidet sich je nach Gerät und Version.

Was hinein gehört

Sinnvoll sind ein oder zwei Notfallkontakte (mit Beziehung, z. B. „Partnerin"), wichtige Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Epilepsie, Herzerkrankung), Allergien, Dauermedikamente und ggf. die Blutgruppe. Aus Gründen des Datenschutzes nur das hinterlegen, was im Notfall wirklich hilft – die Daten sind ja am Sperrbildschirm sichtbar.

Grenzen

Der Notfallpass ist eine Ergänzung. Rettungskräfte verlassen sich nicht allein darauf, sondern untersuchen und suchen z. B. auch nach einem Notfallausweis in der Kleidung. Für Menschen mit besonderen Risiken (schwere Allergie, Gerinnungshemmer, Implantate) bleibt ein klassischer Notfallausweis zusätzlich sinnvoll.

Gut zu wissen: Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung: Fünf Minuten Einrichtung können Rettungskräften im Ernstfall entscheidende Minuten und wichtige Informationen sparen. Ein guter Anlass, das gleich für die ganze Familie zu machen.

Häufige Fragen

Was ist ein Notfallpass auf dem Handy?

Eine Funktion moderner Smartphones, in der Notfallkontakte und medizinische Angaben hinterlegt werden. Sie sind auch bei gesperrtem Bildschirm über die Notruf-Funktion abrufbar.

Welche Daten sollte man hinterlegen?

Notfallkontakte, wichtige Vorerkrankungen, Allergien, Dauermedikamente und gegebenenfalls die Blutgruppe – aus Datenschutzgründen nur das, was im Notfall wirklich hilft.

Sind die Notfalldaten auch bei gesperrtem Handy sichtbar?

Ja, wenn die entsprechende Option aktiviert ist. Sie sind über die Notruf- bzw. SOS-Funktion am Sperrbildschirm abrufbar, ohne das Gerät zu entsperren.

Ersetzt der Notfallpass einen Notfallausweis?

Nein, er ergänzt ihn. Für Menschen mit besonderen Risiken bleibt ein klassischer Notfallausweis in der Kleidung zusätzlich sinnvoll.

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Offizielle Quellen: Herstellerdokumentation zu Notfallpass (iOS) und Notfallinformationen (Android) · Empfehlungen zu Notfallausweisen der Fachgesellschaften. Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung; verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften und Leitlinien.