Die Luftrettung ergänzt den bodengebundenen Rettungsdienst. Rettungshubschrauber (RTH) bringen bei Notfällen schnell einen Notarzt zum Patienten und übernehmen bei Bedarf den Transport in eine geeignete Klinik. Intensivtransporthubschrauber (ITH) verlegen schwerkranke Patienten zwischen Kliniken. Alarmiert wird über die Leitstelle.
Kurz gefasst
- RTH: schnelle Notarztzubringung, Primäreinsatz, großer Radius
- ITH: Intensivverlegung zwischen Kliniken (Sekundärtransport)
- Alarmierung durch die Rettungsleitstelle
- Vorteile: Tempo, Reichweite, schonender Transport
- Grenzen: Wetter, Sicht, geeignete Landeflächen
Warum Luftrettung?
Ein Hubschrauber ist schnell und unabhängig von Straßen. Damit erreicht er ländliche oder schwer zugängliche Gebiete rasch und kann Patienten über große Distanzen in spezialisierte Kliniken (z. B. Schwerverletzten- oder Schlaganfallzentren) bringen. Ein RTH deckt einen weiten Umkreis um seinen Standort ab.
RTH und ITH
Der Rettungshubschrauber (RTH) ist auf den Primäreinsatz ausgelegt: Er bringt schnell notärztliche Kompetenz zum Notfallort. Der Intensivtransporthubschrauber (ITH) ist für Sekundärtransporte ausgestattet – die Verlegung intensivpflichtiger Patienten von einer Klinik in eine andere unter fortlaufender intensivmedizinischer Betreuung.
Alarmierung und Ablauf
Über die Luftrettung entscheidet die Leitstelle anhand von Einsatzort und Meldebild. Am Einsatzort arbeitet die Hubschrauber-Crew (Pilot, Notarzt, Notfallsanitäter) eng mit dem bodengebundenen Team zusammen. Für die Landung wird eine geeignete, gesicherte Fläche benötigt.
Grenzen der Luftrettung
Die Luftrettung ist wetter- und sichtabhängig: Bei Nebel, Sturm oder Dunkelheit ist sie eingeschränkt (nicht alle Standorte fliegen nachts). Dann übernimmt der bodengebundene Rettungsdienst. Auch das Freihalten und Sichern von Landeflächen ist ein Faktor.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen RTH und ITH?
Der Rettungshubschrauber (RTH) ist für Primäreinsätze da und bringt schnell einen Notarzt zum Notfallort. Der Intensivtransporthubschrauber (ITH) verlegt schwerkranke Patienten zwischen Kliniken.
Wer entscheidet über den Einsatz eines Rettungshubschraubers?
Die Rettungsleitstelle anhand von Einsatzort, Entfernung und Meldebild.
Fliegen Rettungshubschrauber auch nachts?
Das hängt vom Standort und den Bedingungen ab. Die Luftrettung ist wetter- und sichtabhängig; bei Nebel, Sturm oder Dunkelheit ist sie eingeschränkt, und nicht alle Standorte fliegen nachts.
Wie verhalte ich mich, wenn ein Hubschrauber landet?
Abstand halten, sich nur nach Anweisung der Crew nähern und lose Gegenstände sichern, da der Rotorabwind sehr stark ist.
Offizielle Quellen: DIN 13050 (Begriffe im Rettungswesen) · Rettungsdienstgesetze der Länder · Luftverkehrsrecht (LuftVG/LuftVO). Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung; verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften und Leitlinien.

