Die Brandschutzhelfer-Ausbildung befähigt Beschäftigte, im Ernstfall einen Entstehungsbrand zu bekämpfen und bei der Räumung zu helfen. Die ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände" beschreibt Aufgaben und Ausbildung. Als Orientierung gilt: etwa 5 % der Beschäftigten sollten ausgebildet sein – abhängig von der Gefährdungsbeurteilung.

Kurz gefasst

  • Grundlage: ASR A2.2, DGUV Information 205-023
  • Umfang: Theorie + Praxis mit Löschübung (meist rund ein halber Tag)
  • Anzahl: Richtwert ca. 5 % der Beschäftigten, je nach Gefährdung mehr
  • Auffrischung: empfohlen etwa alle 3 bis 5 Jahre
  • Voraussetzung: körperliche Eignung; keine Vorkenntnisse nötig

Warum Brandschutzhelfer?

Die meisten Brände beginnen klein. Wer einen Entstehungsbrand richtig und früh bekämpft, verhindert oft Schlimmeres. Deshalb muss der Arbeitgeber eine ausreichende Zahl an Beschäftigten zu Brandschutzhelfern ausbilden lassen. Der übliche Richtwert von rund 5 % ergibt sich aus der ASR A2.2; bei erhöhter Brandgefährdung, großen Betrieben oder Publikumsverkehr kann mehr nötig sein.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Theorie

Praxis

Kern des praktischen Teils ist die Löschübung: Die Teilnehmenden bedienen selbst einen Feuerlöscher und löschen ein reales (oft gasbetriebenes) Übungsfeuer. So entsteht Handlungssicherheit für den Ernstfall.

Dauer und Auffrischung

Die Grundausbildung dauert je nach Anbieter meist rund einen halben Tag. Eine Auffrischung wird etwa alle drei bis fünf Jahre empfohlen, damit Wissen und Löschpraxis erhalten bleiben. Bei baulichen oder organisatorischen Änderungen kann eine frühere Wiederholung sinnvoll sein.

Gut zu wissen: Brandschutzhelfer sind nicht zu verwechseln mit der Feuerwehr oder mit Evakuierungshelfern. Sie handeln nur im Rahmen des Entstehungsbrands und ohne Eigengefährdung – die eigene Sicherheit geht immer vor.

Häufige Fragen

Wie viele Brandschutzhelfer braucht ein Betrieb?

Als Richtwert nennt die ASR A2.2 etwa 5 % der Beschäftigten. Bei erhöhter Brandgefährdung, Publikumsverkehr oder großen Betrieben kann eine höhere Zahl erforderlich sein.

Wie lange dauert die Brandschutzhelfer-Ausbildung?

Die Grundausbildung mit Theorie und praktischer Löschübung dauert je nach Anbieter meist rund einen halben Tag.

Wie oft muss die Brandschutzhelfer-Ausbildung aufgefrischt werden?

Eine Auffrischung wird etwa alle drei bis fünf Jahre empfohlen, damit Wissen und Löschpraxis erhalten bleiben.

Gehört eine Löschübung dazu?

Ja. Die praktische Löschübung mit einem Feuerlöscher an einem realen Übungsfeuer ist ein zentraler Bestandteil der Ausbildung.

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Offizielle Quellen: Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände" · DGUV Information 205-023 „Brandschutzhelfer – Ausbildung und Befähigung" · ArbStättV. Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung; verbindlich ist die jeweils geltende Vorschrift.