Bei stumpfen Sportverletzungen wie Verstauchung, Prellung oder Zerrung hilft die PECH-Regel: Pause, Eis, Compression (Druckverband) und Hochlagern. Sie begrenzt Einblutung und Schwellung. Bei Verdacht auf Bruch, offener Wunde oder starker Fehlstellung gilt sie nicht uneingeschränkt – dann ärztlich abklären.
Kurz gefasst
- P – Pause: Belastung sofort stoppen, ruhigstellen
- E – Eis: 15–20 Min. kühlen, nie direkt auf die Haut
- C – Compression: leichter Druckverband gegen die Schwellung
- H – Hochlagern: die Gliedmaße über Herzhöhe
- Grenzen: Bruchverdacht/offene Wunde → nicht kühlen wie üblich, Arzt
Was die PECH-Regel bewirkt
Bei einer stumpfen Verletzung reißen kleine Gefäße, es kommt zu Einblutung und Schwellung. Die vier Schritte der PECH-Regel wirken alle in dieselbe Richtung: weniger Durchblutung, weniger Schwellung, weniger Schmerz – und damit bessere Startbedingungen für die Heilung.
Die vier Schritte
- Pause: die Aktivität sofort abbrechen und das Gelenk/den Muskel ruhigstellen – Weitermachen verschlimmert die Verletzung.
- Eis: 15–20 Minuten kühlen (Kühlpack in ein Tuch, nie direkt auf die Haut – Erfrierungsgefahr), ggf. mit Pausen wiederholen.
- Compression: ein leichter, elastischer Druckverband hält die Schwellung klein (nicht abschnüren – Durchblutung, Gefühl prüfen).
- Hochlagern: die betroffene Stelle über Herzhöhe lagern, damit weniger Blut einströmt.
Grenzen der Regel
Die PECH-Regel gilt für stumpfe, geschlossene Verletzungen. Bei offener Wunde, sichtbarer Fehlstellung, Bruchverdacht oder starken, anhaltenden Schmerzen steht die entsprechende Versorgung im Vordergrund (Wunde bedecken, ruhigstellen) und es gehört ärztlich untersucht. Kühlen dann nur vorsichtig und nicht auf offene Wunden.
Wann zum Arzt
Ärztlich abklären bei starker Schwellung, Bluterguss, Instabilität des Gelenks, wenn das Gelenk nicht belastbar ist, bei Fehlstellung oder wenn die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen nicht besser werden. Ein Bruch lässt sich nur mit Bildgebung sicher ausschließen.
Häufige Fragen
Wofür steht die PECH-Regel?
Für Pause, Eis, Compression (Druckverband) und Hochlagern – die vier Sofortmaßnahmen bei stumpfen Sportverletzungen wie Verstauchung, Prellung oder Zerrung.
Wie lange und wie kühlt man richtig?
Etwa 15–20 Minuten, den Kühlbeutel immer in ein Tuch wickeln und nie direkt auf die Haut legen, um Erfrierungen zu vermeiden. Bei Bedarf mit Pausen wiederholen.
Gilt die PECH-Regel auch bei offenen Wunden oder Brüchen?
Nur eingeschränkt. Bei offener Wunde, Fehlstellung oder Bruchverdacht steht die entsprechende Versorgung im Vordergrund und es gehört ärztlich untersucht.
Wann muss man mit einer Sportverletzung zum Arzt?
Bei starker Schwellung, Bluterguss, instabilem oder nicht belastbarem Gelenk, Fehlstellung oder wenn die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen nicht besser werden.
Offizielle Quellen: Leitlinien zur Ersten Hilfe des European Resuscitation Council (ERC) und des Deutschen Rats für Wiederbelebung (GRC) · sportmedizinische Empfehlungen (AWMF). Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung; verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften und Leitlinien.

