Nach einer Kopfverletzung ist Beobachtung entscheidend. Eine Gehirnerschütterung zeigt sich u. a. durch kurze Bewusstlosigkeit, Erinnerungslücke, Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel. Alarmierend für ein schweres Schädel-Hirn-Trauma sind zunehmende Bewusstseinstrübung, wiederholtes Erbrechen, ungleiche Pupillen, Krampfanfall oder klare Flüssigkeit/Blut aus Nase oder Ohr – dann sofort Notruf 112.

Kurz gefasst

  • Gehirnerschütterung: kurze Bewusstlosigkeit, Erinnerungslücke, Kopfschmerz, Übelkeit
  • Ruhe & Beobachtung: Oberkörper leicht erhöht, betreuen
  • Warnzeichen (Notruf 112): zunehmende Eintrübung, wiederholtes Erbrechen, ungleiche Pupillen, Krampf
  • Klare Flüssigkeit/Blut aus Nase/Ohr → sofort Rettungsdienst
  • Symptome können verzögert kommen – 24–48 h beobachten

Gehirnerschütterung erkennen

Eine Gehirnerschütterung ist die leichteste Form des Schädel-Hirn-Traumas. Typisch sind eine kurze Bewusstlosigkeit oder Erinnerungslücke um das Ereignis, dazu Kopfschmerz, Übelkeit/Erbrechen, Schwindel, Licht-/Lärmempfindlichkeit und Benommenheit. Die Beschwerden können sofort oder erst nach Stunden auftreten.

Was man tut

Warnzeichen für ein schweres Trauma

Sofort Notruf 112 bei zunehmender Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit, wiederholtem Erbrechen, Krampfanfall, ungleich großen Pupillen, Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen, starkem/zunehmendem Kopfschmerz oder klarer Flüssigkeit bzw. Blut aus Nase oder Ohr. Auch bei Blutverdünnern, hohem Sturz oder Unfall gilt: lieber sofort ärztlich abklären.

Nachbeobachtung

Auch nach scheinbar leichten Kopfverletzungen sollte man die Person 24 bis 48 Stunden beobachten und nachts weckbar halten. Verschlechtert sich der Zustand, ist ärztliche Hilfe nötig. Kinder und ältere Menschen sowie Kopfverletzungen beim Sport verdienen besondere Vorsicht.

Gut zu wissen: Nach einer Gehirnerschütterung braucht das Gehirn Ruhe: kein Sport, wenig Bildschirm, bis die Beschwerden weg sind. Ein zweiter Schlag in der Erholungsphase kann besonders schaden – deshalb im Sport konsequent pausieren.

Häufige Fragen

Woran erkennt man eine Gehirnerschütterung?

An einer kurzen Bewusstlosigkeit oder Erinnerungslücke sowie Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel und Benommenheit. Die Beschwerden können sofort oder erst nach Stunden auftreten.

Wann muss man nach einem Schlag auf den Kopf den Notruf wählen?

Bei zunehmender Bewusstseinstrübung, wiederholtem Erbrechen, Krampfanfall, ungleichen Pupillen, Lähmungen oder klarer Flüssigkeit bzw. Blut aus Nase oder Ohr.

Wie lange muss man eine Kopfverletzung beobachten?

Etwa 24 bis 48 Stunden. In dieser Zeit die Person im Blick behalten und nachts weckbar halten; bei Verschlechterung ärztliche Hilfe holen.

Warum bluten Kopfwunden so stark?

Weil die Kopfhaut sehr gut durchblutet ist. Platzwunden am Kopf wirken oft dramatischer, als sie sind – wichtig ist, sie keimarm zu bedecken und Druck auszuüben.

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Offizielle Quellen: Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) und des Deutschen Rats für Wiederbelebung (GRC) · AWMF-Leitlinie Schädel-Hirn-Trauma. Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung; verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften und Leitlinien.