Heißarbeiten – Schweißen, Löten, Trennschleifen, Auftauen – erzeugen Funken, Hitze und Flammen. Werden sie außerhalb dafür eingerichteter Bereiche ausgeführt, ist ein Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten nötig: Er verlangt Umgebung räumen, Löschmittel bereithalten, Brandwache und eine Nachkontrolle. So werden Entstehungs- und Schwelbrände verhindert.
Kurz gefasst
- Heißarbeiten: Schweißen, Trennschleifen, Löten, Auftauen u. a.
- Erlaubnisschein für Arbeiten außerhalb sicherer Bereiche
- Umgebung räumen/abdecken, Brennbares entfernen
- Brandwache während und Nachkontrolle nach der Arbeit
- Löschmittel in Reichweite; Funkenflug reicht weit
Warum Heißarbeiten so brandgefährlich sind
Beim Schweißen und Trennschleifen entstehen Funken und glühende Partikel, die mehrere Meter weit fliegen, durch Ritzen fallen und versteckt weiterglimmen können. Ein Brand bricht dann oft erst Stunden später aus, wenn niemand mehr da ist. Deshalb sind gerade Arbeiten an wechselnden, nicht dafür eingerichteten Orten riskant.
Der Erlaubnisschein
Der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten ist eine schriftliche Freigabe, die vor Beginn ausgefüllt wird. Er hält fest, welche Arbeit wo stattfindet, welche Schutzmaßnahmen getroffen sind und wer verantwortlich ist. Er zwingt dazu, die Gefahren bewusst durchzugehen, statt einfach loszulegen.
Die Schutzmaßnahmen
- Brennbares entfernen oder mit nicht brennbaren Decken abdecken,
- Öffnungen, Ritzen und Durchbrüche abdichten (Funken fallen sonst durch),
- Löschmittel (Feuerlöscher, Löschdecke, Wasser) in Reichweite,
- eine Brandwache beobachtet während der Arbeit,
- Nachkontrolle über einen längeren Zeitraum nach Arbeitsende.
Die Nachkontrolle nicht vergessen
Der häufigste Fehler ist das vorzeitige Verlassen der Arbeitsstelle. Weil Schwelbrände verzögert ausbrechen, muss der Bereich nach Abschluss noch über einen längeren Zeitraum kontrolliert werden. Erst dann gilt die Arbeit als sicher beendet.
Häufige Fragen
Was sind Heißarbeiten?
Arbeiten mit Funken, Hitze oder offener Flamme wie Schweißen, Löten, Trennschleifen oder Auftauen. Außerhalb dafür eingerichteter Bereiche sind sie besonders brandgefährlich.
Wann braucht man einen Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten?
Wenn Heißarbeiten außerhalb speziell dafür vorgesehener, sicherer Bereiche ausgeführt werden. Der Schein legt Schutzmaßnahmen und Verantwortlichkeiten vor Beginn fest.
Warum ist eine Nachkontrolle nötig?
Weil glimmende Funken versteckt weiterglühen und ein Schwelbrand oft erst Stunden später ausbricht. Der Bereich muss nach Arbeitsende noch längere Zeit kontrolliert werden.
Welche Schutzmaßnahmen gehören dazu?
Brennbares entfernen oder abdecken, Öffnungen abdichten, Löschmittel bereithalten, eine Brandwache während der Arbeit und eine Nachkontrolle danach.
Offizielle Quellen: DGUV-Informationen zu feuergefährlichen Arbeiten · Technische Regeln und VdS-Richtlinien zum Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten · Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung; verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften und Leitlinien.

