Wundstarrkrampf (Tetanus) wird durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst, dessen Sporen praktisch überall in Erde und Staub vorkommen. Sie gelangen über Wunden in den Körper – oft über kleine, verschmutzte Verletzungen. Die Erkrankung verläuft schwer und kann tödlich sein. Der einzige verlässliche Schutz ist die Impfung; Empfehlungen dazu gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut.
Kurz gefasst
- Erreger: Bakterium Clostridium tetani, überall im Boden/Staub
- Übertragung: über Wunden – auch kleine, verschmutzte
- Schutz: nur durch Impfung (Grundimmunisierung + Auffrischung)
- Auffrischung: in der Regel alle 10 Jahre (STIKO)
- Im Verletzungsfall: Arzt entscheidet über Auffrischung je nach Wunde und Impfstatus
Warum der Impfschutz zählt
Tetanus ist keine von Mensch zu Mensch übertragbare Krankheit – man kann sich also nicht auf „Herdenimmunität“ verlassen. Jeder braucht seinen eigenen aktuellen Impfschutz. Nach der Grundimmunisierung (meist im Kindesalter) empfiehlt die STIKO Auffrischimpfungen etwa alle 10 Jahre, üblicherweise in Kombination mit Diphtherie (und ggf. Keuchhusten/Polio).
Was bei einer Verletzung gilt
Bei einer Wunde entscheidet der Arzt anhand von Art und Verschmutzung der Wunde und dem Impfstatus, ob eine Auffrischung nötig ist. Faustregel: Bei tiefen oder verschmutzten Wunden wird der Schutz oft schon früher als nach 10 Jahren aufgefrischt. Ist der Impfstatus unklar oder unvollständig, kann zusätzlich ein passiver Schutz (Tetanus-Immunglobulin) gegeben werden. Deshalb ist der Impfausweis im Verletzungsfall wichtig.
Erste Hilfe an der Wunde selbst
Unabhängig vom Impfschutz gilt die normale Wundversorgung: Blutung stillen, die Wunde möglichst nicht mit den Fingern berühren, keimarm abdecken und bei stärkeren, tiefen oder stark verschmutzten Wunden ärztlich versorgen lassen. Fremdkörper in der Wunde belässt man und lässt sie ärztlich entfernen.
Im Betrieb
Für Tätigkeiten mit erhöhtem Verletzungs- oder Kontaminationsrisiko (z. B. Bau, Garten- und Landschaftsbau, Landwirtschaft) ist ein aktueller Tetanus-Schutz besonders wichtig. Er kann Thema der arbeitsmedizinischen Vorsorge sein; die Beschäftigten werden im Rahmen der Vorsorge beraten.
Häufige Fragen
Wie oft muss die Tetanus-Impfung aufgefrischt werden?
Nach der Grundimmunisierung in der Regel alle 10 Jahre (STIKO-Empfehlung), oft kombiniert mit Diphtherie. Bei verschmutzten Verletzungen kann früher aufgefrischt werden.
Kann ich mich auch über eine kleine Wunde infizieren?
Ja. Die Tetanus-Sporen sind überall in Boden und Staub. Schon kleine, verschmutzte Wunden können ausreichen – deshalb ist ein aktueller Impfschutz so wichtig.
Wer entscheidet, ob ich nach einer Verletzung eine Auffrischung brauche?
Der Arzt – anhand von Art und Verschmutzung der Wunde und eurem Impfstatus. Bringt möglichst den Impfausweis mit.
Schützt die Erste Hilfe an der Wunde vor Tetanus?
Nein. Wundreinigung und Abdeckung sind wichtig, ersetzen aber nicht den Impfschutz. Nur die Impfung schützt zuverlässig vor Wundstarrkrampf.
Offizielle Quellen: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut · RKI-Ratgeber Tetanus · Arbeitsmedizinische Regeln (AMR) zur ArbMedVV. Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung; verbindlich ist die jeweils geltende Vorschrift.

