Ein Fieberkrampf tritt bei Kleinkindern durch schnellen Fieberanstieg auf: Das Kind wird steif oder schlaff, zuckt, ist nicht ansprechbar. Meist endet er nach wenigen Minuten von selbst. Erste Hilfe: das Kind vor Verletzungen schützen, nichts in den Mund stecken, Zeit stoppen – beim ersten Krampf und bei Dauer über 5 Minuten Notruf 112.

Kurz gefasst

  • Ursache: rascher Fieberanstieg bei Klein-/Kleinstkindern
  • Schützen: Platz schaffen, Kopf polstern, nicht festhalten
  • Nichts in den Mund – keine Gegenstände, keine Flüssigkeit
  • Zeit stoppen, Ablauf beobachten (für den Arzt)
  • Notruf 112: erster Krampf, Dauer > 5 Min., mehrfach, Atemnot

Was passiert bei einem Fieberkrampf

Bei manchen Kindern reagiert das noch unreife Gehirn auf einen schnellen Fieberanstieg mit einem Krampfanfall. Das Kind verdreht die Augen, wird steif oder schlaff, zuckt und ist kurz nicht ansprechbar, manchmal mit blau-blassen Lippen. So erschreckend das aussieht: Die meisten Fieberkrämpfe sind kurz (unter 5 Minuten) und harmlos und hinterlassen keine Schäden.

Was man tut

Nach dem Krampf

Nach dem Anfall ist das Kind oft müde und benommen – das ist normal. Atmet es normal und ist bewusstlos, in die stabile Seitenlage bringen und weiter beobachten. Anschließend das Fieber sanft senken (leicht bekleiden, kühle Wadenwickel, ggf. Fiebermittel nach ärztlicher Empfehlung) und ärztlich abklären lassen.

Wann sofort den Notruf

Notruf 112 beim ersten Fieberkrampf, wenn er länger als 5 Minuten dauert, sich wiederholt, das Kind schlecht Luft bekommt oder danach nicht richtig zu sich kommt. Bei fehlender normaler Atmung sofort mit der Wiederbelebung bei Kindern beginnen.

Gut zu wissen: Ein Fieberkrampf ist kein Zeichen von Epilepsie und meist Folge harmloser Infekte. Trotzdem gehört er ärztlich untersucht, um die Fieberursache zu klären und Eltern für einen möglichen erneuten Krampf zu beraten.

Häufige Fragen

Was tut man bei einem Fieberkrampf?

Ruhe bewahren, das Kind vor Verletzungen schützen (Kopf polstern, Platz schaffen), nicht festhalten, nichts in den Mund stecken und die Zeit stoppen.

Darf man dem Kind etwas in den Mund stecken?

Nein. Weder Gegenstände noch Finger oder Flüssigkeit – das kann zu Verletzungen oder Ersticken führen. Der Mund bleibt frei.

Wann muss man bei einem Fieberkrampf den Notruf wählen?

Beim ersten Krampf, bei einer Dauer über 5 Minuten, bei Wiederholung, bei Atemnot oder wenn das Kind danach nicht richtig zu sich kommt.

Ist ein Fieberkrampf gefährlich?

Die meisten Fieberkrämpfe sind kurz und harmlos und hinterlassen keine Schäden. Ärztlich abklären sollte man ihn dennoch, um die Fieberursache zu klären.

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Offizielle Quellen: Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) und des Deutschen Rats für Wiederbelebung (GRC) · AWMF-Leitlinie Fieberkrämpfe (pädiatrische Fachgesellschaften). Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung; verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften und Leitlinien.