Beim Schock versagt der Kreislauf: Lebenswichtige Organe werden nicht mehr ausreichend durchblutet. Ursachen sind z. B. starke Blutungen, Flüssigkeitsverluste oder schwere Verletzungen. Wichtig sind das frühe Erkennen der Anzeichen, die Ursachenbekämpfung (etwa Blutung stillen), die richtige Lagerung und der Notruf 112.

Kurz gefasst

  • Anzeichen: blasse, kalte, schweißige Haut, Unruhe, schneller Puls, Frieren
  • Ursache bekämpfen: z. B. starke Blutung stillen
  • Schocklage: flach lagern, Beine erhöht – nur ohne Gegenanzeige
  • Warm halten, beruhigen, nichts zu essen oder trinken geben
  • Notruf 112 und Zustand beobachten

Wie erkennt man einen Schock?

Typische Anzeichen sind blasse, kalte und schweißige Haut, Frieren oder Zittern, Unruhe oder Angst, ein schneller, schwacher Puls und beschleunigte Atmung. Später kann das Bewusstsein eintrüben. Ein Schock entwickelt sich manchmal langsam – deshalb den Zustand nach einer Verletzung immer im Auge behalten.

Was ist zu tun?

  1. Ursache bekämpfen: z. B. eine starke Blutung mit Druckverband stillen.
  2. Notruf 112 veranlassen.
  3. Schocklage: die Person flach hinlegen und die Beine leicht erhöhen, damit mehr Blut zu den lebenswichtigen Organen gelangt.
  4. Warm halten (Decke unter- und überlegen), beruhigen und nicht allein lassen.
  5. Nichts zu essen oder trinken geben.

Wann keine Schocklage?

Die Schocklage ist nicht geeignet bei Atemnot, Brustschmerz, Kopf- oder Wirbelsäulenverletzung sowie bei Bewusstlosigkeit. In diesen Fällen die Person nicht mit erhöhten Beinen lagern, sondern der Situation entsprechend (z. B. Oberkörper hoch bei Atemnot) und bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung in die stabile Seitenlage bringen.

Gut zu wissen: Der Schock ist ein eigenständiger Notfall, der jede schwere Verletzung begleiten kann. Wer früh reagiert und richtig lagert, gewinnt wertvolle Zeit bis zum Rettungsdienst.

Häufige Fragen

Woran erkennt man einen Schock?

An blasser, kalter, schweißiger Haut, Frieren, Unruhe oder Angst, einem schnellen, schwachen Puls und beschleunigter Atmung. Später kann das Bewusstsein eintrüben.

Was ist die Schocklage?

Die Person wird flach hingelegt und die Beine leicht erhöht, damit mehr Blut zu den lebenswichtigen Organen gelangt – nur wenn keine Gegenanzeige besteht.

Wann darf man keine Schocklage anwenden?

Bei Atemnot, Brustschmerz, Kopf- oder Wirbelsäulenverletzung sowie bei Bewusstlosigkeit. Dann der Situation entsprechend lagern und bei normaler Atmung die stabile Seitenlage nutzen.

Darf man einer Person im Schock etwas zu trinken geben?

Nein. Wegen möglicher Verschlechterung und Operationen darf nichts gegessen oder getrunken werden. Warm halten, beruhigen und den Notruf 112 wählen.

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Offizielle Quellen: Empfehlungen der DGUV und des Deutschen Rats für Wiederbelebung (GRC) zur Ersten Hilfe · DGUV Information 204-022. Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung; im Notfall gilt: Notruf 112.