Ein Feuerlöscher hilft nur, wenn er zum Brand passt und richtig bedient wird. Brände werden in Brandklassen eingeteilt, und jedes Löschmittel wirkt nur bei bestimmten Klassen. Grundlage für Auswahl und Ausstattung im Betrieb ist die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“.

Kurz gefasst

  • Brandklassen: A (fest), B (flüssig), C (Gas), D (Metall), F (Speisefette/-öle)
  • Kennzeichnung: Piktogramme mit Brandklassen auf jedem Löscher
  • Wichtig: niemals Wasser auf Fettbrand (Klasse F) oder brennende Elektrik
  • Prüfung: alle 2 Jahre durch eine befähigte Person
  • Ausstattung: Anzahl nach Brandgefährdung und Grundfläche (ASR A2.2)

Die Brandklassen (nach EN 2)

Welches Löschmittel für welche Klasse?

Pulverlöscher (ABC) sind vielseitig, hinterlassen aber viel Rückstand. Schaum- und Wasserlöscher eignen sich für A/B (Wasser nur A), sind aber ungeeignet für Elektrobrände und Fett. CO₂-Löscher löschen rückstandsfrei (gut für Elektronik, Klasse B), nicht für Klasse A. Fettbrandlöscher (Klasse F) sind für Küchen unverzichtbar. Metallbrandlöscher (D) nutzen Spezialpulver.

Lebensgefahr vermeiden: Niemals Wasser auf einen Fettbrand – es kommt zur Fettexplosion (Stichflamme). Und niemals einen Wasser-/Schaumlöscher gegen brennende Elektrik unter Spannung, solange nicht freigegeben.

Feuerlöscher richtig anwenden

Merkregeln für den Einsatz:

Wichtig bleibt: Erst Menschen retten und Alarm auslösen (112), dann löschen – und nur, solange keine Eigengefährdung besteht.

Prüfung und Ausstattung

Feuerlöscher sind alle zwei Jahre von einer befähigten Person zu prüfen (Prüfplakette). Wie viele Löscher ein Betrieb braucht, richtet sich nach Brandgefährdung und Grundfläche; die ASR A2.2 gibt dazu Löschmitteleinheiten und eine Berechnungsgrundlage vor. Die Standorte sind zu kennzeichnen und frei zugänglich zu halten.

Häufige Fragen

Welcher Feuerlöscher ist der richtige?

Der, dessen Brandklassen (Piktogramme auf dem Löscher) zu den vorhandenen Stoffen passen. ABC-Pulver ist vielseitig; für Küchen braucht es zusätzlich einen Fettbrandlöscher (Klasse F).

Darf man Wasser auf einen Fettbrand geben?

Nein, niemals. Es kommt zur Fettexplosion mit Stichflamme. Fettbrände (Klasse F) nur mit Fettbrandlöscher oder durch Abdecken/Ersticken bekämpfen.

Wie oft müssen Feuerlöscher geprüft werden?

In der Regel alle zwei Jahre durch eine befähigte Person. Das Prüfdatum steht auf der Prüfplakette.

Was mache ich zuerst – löschen oder Alarm?

Erst Menschen in Sicherheit bringen und Alarm auslösen bzw. 112 rufen. Löschversuche nur, wenn es ohne Eigengefährdung möglich ist.

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Offizielle Quellen: DIN EN 2 (Brandklassen) · DIN EN 3 (tragbare Feuerlöscher) · ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ · DGUV Information 205-023. Stand: 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung; verbindlich ist die jeweils geltende Vorschrift.